16 Mai

Wiedergabe-Tempo von Tempo-Begriffen in Sibelius

Frage:

Ich verwende in meinen Partituren gerne deutsche Tempo-Begriffe. Bei der Wiedergabe wählt Sibelius dafür bei Begriffen wie „Langsam“ oder „Schnell“ sehr passende Wiedergabe-Tempi. Schreibe ich aber beispielsweise „Sehr schnell“, so bleibt das Abspieltempo das selbe wie bei „Schnell“ (Viertel=120). Wie kann ich hier z.B. ein Abspieltempo von Viertel=160 erzeugen?

Antwort:

Sibelius hält sich bei der Wiedergabe an das Wiedergabe-Lexikon, in dem festgelegt ist, mit welcher Metronomangabe ein Tempo-Begriff verknüpft ist. Man findet dieses Lexikon auf der „Wiedergabe“-Registerkarte.

Tempo-Begriffe befinden sich auf der System-Text-Seite. Und weil hier u.a. auch ein paar deutschsprachige Schlüsselbegriffe definiert sind, wählt Sibelius wie eingangs erwähnt mitunter passende Wiedergabe-Tempi.

Um jetzt aber beispielsweise der Angabe „Sehr schnell“ das Abspiel-Tempo 160 zuzuweisen, kann man sie hier hinzufügen, z.B. indem man „Schnell“ dupliziert,…

… „Sehr schnell“ nennt…

… und den Wert für die Viertel pro Minute auf 160 setzt.

08 Mai

Taktzahlen (4): Taktzahlen über allen Notenzeilen in Sibelius

Frage:

Ich habe ein Sibelius-Dokument zur Weiterbearbeitung erhalten, in dem die Taktzahlen in der Partitur über jeder einzelnen Notenzeile stehen. Wo kann ich einstellen, dass sie nur über der ersten Zeile zu sehen sind?

Antwort:

In den Notensatzregeln („Erscheinungsbild“-Registerkarte unter „Stilvorlagen“).

Bei den Taktzahlen lässt sich hier unter anderem festlegen, über (bzw. unter) welchen Notenzeilen sie angezeigt werden sollen.

01 Mai

Bearbeiten von Akkordsymbolen in Sibelius: maj7 > ∆

Frage:

Wo und wie kann ich einstellen, dass Sibelius bei Akkordsymbolen für maj7-Akkorde immer ein Dreieck anstelle des ausgeschriebenen „maj7“ verwendet?

Antwort:

Um ein Akkordsymbol zu bearbeiten, klickt man den kleinen Pfeil rechts unten in der Menüband-Gruppe Akkordsymbole (Text-Registerkarte). Im nun geöffneten Dialogfenster „Akkordsymbole bearbeiten“ kann aus der Liste links der zu bearbeitende Akkordtyp ausgewählt werden. (Tipp: ist vor dem Öffnen ein Akkordsymbol angewählt, wählt das Dialogfenster automatisch diesen Akkordtyp zur Bearbeitung aus.)

Nun klickt man beim „Akkordtext“ auf „Suffix bearbeiten“…

… und dann auf „Erscheinungbild aufheben“, um das oben ausgewählte Suffix-Element bearbeiten zu können.

Das Auswahlmenü wird dadurch aktiv, und ich entscheide mich hier jetzt für das kleine hochgestellte Dreieck ohne zusätzliche Angabe der Sept.

Wie man sieht, wird diese Änderung gleich in der Vorschau rechts daneben angezeigt.

Hat mein Akkordtyp mehrer Suffix-Elemente, so wie in diesem Beispiel, kann ich links oben zwischen diesen Elementen wechseln…

… und hier beispielsweise auch #5 in +5 ändern, wenn ich das möchte.

17 Apr

Mehrfach-Taktarten: 6/8 gegen 4/4

Frage:

Ich möchte in meiner Partitur für verschiedene Instrumente unterschiedliche Taktarten schreiben, eigentlich wie im Blogeintrag „Mehrfach-Taktarten: 2/4 gegen 6/8”, mit dem Unterschied, dass ich den 6/8- gegen einen 4/4-Takt notieren möchte. Wie gehe ich bei diesen beiden Taktarten vor, die ja nicht die gleiche Länge haben?

Anwort:

Prinzipiell zuerst einmal genau so, wie in dem genannten Fall mit gleich langen Taktarten, d.h. also…

… man schreibt zuerst einen 4/4-Takt für alle und gibt die Noten für das Instrument im 6/8-Takt als Achtel-Triolen (ohne Zahl und Klammer) ein:

Anschließend löscht man die Taktart-Bezeichnung aus der Partitur: die 4/4-Angabe anwählen, entfernen und im Dialogfenster „nein“ klicken:

Dann zieht man die erste Note ein wenig nach rechts, um Platz zu schaffen und schreibt die Taktart-Angaben einzeln als Text hinein. Dafür den ersten Takt eines Instruments anwählen, und als „Taktartbezeichnungen (nur eine Notenzeile)“ die Taktart eingeben, hier für die 1. Violine „6(return)8“:

In die anderen Instrumente schreibt man in gleicher Weise die 4/4:

Da nun eben in diesem Beispiel die Takte nicht die gleiche Länge haben, muss man hier zusätzlich noch den Instrumenten mit 6/8-Takt die fehlenden Taktstriche „hineinmalen“ und zwar als senkrechte Linie (zu finden auf der „Notation“-Registerkarte unter „Linien“):

Ein Tipp: wenn man einmal den ersten Taktstrich in passender Länge erzeugt hat, kann man diesen an die anderen Stellen kopieren – alles in allem ein m.E. eher mühsames Verfahren, das man besser erst dann angeht, wenn das Layout einigermaßen steht.

10 Apr

Triolen ohne Zahl und Klammer

Frage:

Wie kann ich (die im Blogeintrag „Mehrfach-Taktarten: 2/4 gegen 6/8“ erwähnten) Triolen ohne Zahl und Klammer schreiben?

Antwort:

Zuerst wie bei Triolen gewohnt die erste Achtel schreiben. Dann auf der „Noteneingabe“-Registerkarte unter „Triolen“ den untersten Eintrag „Weitere“ wählen:

In dem nun folgenden Dialogfeld als Format „Keine“ (Zahl) und „Ohne Klammer” aktivieren:



Bei der Eingabe mehrerer Triolen in Folge empfielt es sich, die Einstellung für Triolen mit Shift-alt-K zu fixieren (siehe auch Blogeintrag „Mehrere Triolen eingeben“).

04 Apr

Mehrfach-Taktarten: 2/4 gegen 6/8

Frage:

Wie kann ich in meiner Partitur für verschiedene Instrumente unterschiedliche Taktarten schreiben, konkret: eine Violinstimme im 6/8-Takt während der Rest des Orchesters in 2/4 spielt?

Antwort:

In diesem Fall schreibt man zuerst einen 2/4-Takt für alle und gibt die Noten für die 1. Violine als Achtel-Triolen (ohne Zahl und Klammer) ein:

Anschließend löscht man die Taktart-Bezeichnung aus der Partitur: die 2/4-Angabe anwählen, entfernen und im Dialogfenster „nein“ klicken:

Dann zieht man die erste Note ein wenig nach rechts, um Platz zu schaffen und schreibt die Taktart-Angaben einzeln als Text hinein. Dafür den ersten Takt eines Instruments anwählen, und als „Taktartbezeichnungen (nur eine Notenzeile)“ die Taktart eingeben, hier für die 1. Violine „6(return)8“:

In die anderen Instrumente schreibt man in gleicher Weise die 2/4:

13 Mrz

Fermate über einem Taktstrich

Frage:

Wie kann ich eine Fermate über einem Taktstrich erstellen?

Antwort:

a) Fermate über einem Taktstrich:

funktioniert nicht mit der Fermate am Keypad, sondern man wählt den betreffenden Taktstrich (oder nachfolgenden Takt) und die Fermate dann unter den „Symbolen“ („Notation“-Registerkarte):

b) Fermate als „System-Objekt“:

ob eine solche Fermate nur für eine einzelne Notenzeile oder (vergleichbar mit Systemtext) für alle gültig sein (und dementsprechend in den Einzelstimmen aufscheinen) soll, lässt sich festlegen, und zwar indem man die Fermate bearbeitet (oder eine neue anlegt):

Wählt man hier „Notenzeile“, so steht die Fermate ausschließlich dort, wo man sie in der Partitur platziert hat, andere Notenzeilen (und die zugehörigen Einzelstimmen) bleiben davon unberührt.

Wählt man hingegen „System“, dann verhält sie sich genau wie andere „System-Angaben“ (z.B. Tempoangaben): in der Partitur ist sie nur über der obersten (und ggf. anderen ausgewählten) Notenzeile(n) zu sehen, in den Einzelstimmen jedoch immer enthalten.

06 Mrz

Vorzeichen und Versetzungszeichen in Klammer

Frage:

Ich möchte nicht, wie im letzten Blogeintrag beschrieben, generell immer Warnakzidenzien gesetzt bekommen, sondern nur in einzelnen, von mir gewählten Fällen. Wie geht das?

Antwort:

Die automatische Setzung von Warnakzidenzien deaktivieren:

Im Beispiel aus dem letzten Blogeintrag verschwinden dadurch bei den orangen Noten die Erinnerungsvorzeichen:

Um ein Vor- oder Versetzungszeichen in Klammer zu erstellen, die betreffende Note anwählen und dann auf der letzten Seite des Keypads die Klammer:

Steht bereits ein Versetzungszeichen vor der Note, erhält dieses so eine Klammer. Wenn nicht, wird das entsprechende Zeichen durch die Klammersetzung erzeugt, im konkreten Fall ein Auflösungszeichen:

27 Feb

Warnakzidenzien (“Erinnerungsvorzeichen”)

Frage:

Wie kann ich festlegen, ob und in welcher Weise Sibelius automatisch Warnakzidenzien schreibt?

Antwort:

Wie so oft in den Notensatzregeln (“Erscheinungsbild”-Registerkarte unter “Stilvorlagen”):

In Sibelius werden diese an sich überflüssigen Versetzungszeichen (die jedoch z.B. nach Versetzungen im Vortakt oder einer anderen Stimme sehr hilfreich sein können) “Erinnerungsvorzeichen” genannt. Optional können diese auch durch eine Klammer gekennzeichnet werden.

Diese Einstellung…

… bewirkt zum Beispiel folgende Warnakzidenzien (orange Noten):